Warum wir mit entmineralisiertem Osmosewasser waschen.
Der sichtbare Unterschied zwischen einer guten und einer schlechten Fahrzeugwäsche entsteht nicht beim Waschen, sondern beim Trocknen. Genau dort setzt unser Verfahren an.
Wir spülen jedes Fahrzeug mit Wasser ab, aus dem die gelösten Mineralien entfernt wurden. Es trocknet rückstandsfrei – ohne Abledern, ohne Kalkränder und ohne chemische Zusätze.
Nicht der Schmutz hinterlässt Flecken, sondern das Wasser.
Leitungswasser enthält gelöste Mineralien, vor allem Kalzium und Magnesium. Solange das Wasser auf dem Lack steht, sieht man sie nicht. Beim Verdunsten bleiben sie als weißer Rand exakt dort zurück, wo der Tropfen lag.
Deshalb ist ein mit Leitungswasser gewaschenes Fahrzeug, das in der Sonne abtrocknet, anschließend oft auffälliger gefleckt als vorher – und deshalb muss in der klassischen Handwäsche jedes Auto abgeledert werden, bevor es trocknet. Bei einem Bestand von hundert Fahrzeugen ist das der eigentliche Zeitfresser.
Kalkränder
Mineralien trocknen als weiße Ringe auf. Auf dunklen Lacken sind sie sofort sichtbar.
Zeitdruck durch Sonne
Mit normalem Wasser muss abgeledert werden, bevor das Fahrzeug trocknet. In der Sonne bleiben dafür oft nur Minuten.
Wischspuren
Wer abledert, arbeitet mit Druck auf einer noch nicht ganz sauberen Oberfläche – die häufigste Ursache feiner Kratzspuren.
Umkehrosmose in vier Schritten.
In unseren Servicefahrzeugen sitzt eine komplette Aufbereitungsstrecke. Sie erzeugt das Spülwasser direkt vor Ort – wir müssen es nicht mitführen und sind von der Wasserqualität an Ihrem Standort unabhängig.
- 01
Vorfilterung
Partikel, Rost und Schwebstoffe werden zurückgehalten, damit sie die nachfolgende Membran nicht zusetzen.
- 02
Enthärtung
Die Härtebildner werden reduziert. Das schützt die Membran und verlängert ihre Standzeit deutlich.
- 03
Umkehrosmose
Das Wasser wird unter Druck durch eine halbdurchlässige Membran gepresst. Sie lässt Wassermoleküle passieren und hält gelöste Salze zurück.
- 04
Feinentsalzung
Ein nachgeschalteter Harzfilter entfernt den Rest. Übrig bleibt Wasser, das beim Trocknen nichts hinterlassen kann.
Diese Technik ist nicht neu – sie stammt aus der industriellen Wasseraufbereitung, wo sie seit Jahrzehnten Kessel, Leitungen und Anlagen vor Verkalkung schützt. Neu ist, sie kompakt genug zu bauen, um sie in einem Servicefahrzeug auf den Autohaushof zu fahren.
Vier Konsequenzen für Ihren Bestand.
Kein Abledern
Die Fahrzeuge trocknen von selbst ab. Das spart pro Fahrzeug den gesamten Trocknungsgang – der größte Zeitblock der klassischen Handwäsche.
Waschen bei Sonne
Ohne Trocknungsdruck können wir auch mittags und auf aufgeheizten Flächen arbeiten, statt auf bedeckte Tage auszuweichen.
Keine Chemie auf dem Hof
Ohne Reiniger gibt es keinen Eintrag in Pflanzflächen und keine Rückstände auf Dichtungen, Zierleisten und Folierungen.
Schonend für Folien
Beschriftete Fahrzeuge und foliierte Vorführwagen werden weder chemisch noch mechanisch angegriffen.
Osmosewasser – kurz erklärt.
Wasser, dem die gelösten Mineralien entzogen wurden – vor allem Kalzium und Magnesium, die als Kalk auftrocknen. Erzeugt wird es durch Umkehrosmose: Leitungswasser wird unter Druck durch eine Membran gepresst, die gelöste Salze zurückhält.
Ein Wassertropfen hinterlässt beim Verdunsten genau das, was in ihm gelöst war. Ist nichts gelöst, bleibt nichts zurück. Deshalb entstehen keine Kalkränder und das Fahrzeug muss nicht abgeledert werden.
Für die regelmäßige Außenreinigung ja. Reiniger lösen Schmutz schneller an, sind aber für die wiederkehrende Pflege eines stehenden Bestands nicht nötig – und sie hinterlassen ihrerseits Rückstände auf Dichtungen und Zierleisten.
In der Praxis ja. Ohne Tensidfilm auf dem Lack haftet loser Staub schlechter an. Wie lange der Effekt anhält, hängt vom Standort ab – Bäume, Baustellen oder eine Hauptverkehrsstraße in der Nähe verkürzen jedes Intervall.
Deutlich weniger als in einer Waschstraße, weil gezielt am einzelnen Fahrzeug und nicht mit durchlaufenden Düsen gearbeitet wird. Den genauen Verbrauch für Ihren Bestand nennen wir Ihnen im Angebot.
Nein. Entmineralisiertes Wasser ist chemisch neutral gegenüber Lack, Glas und Kunststoff. Kratzer entstehen nicht durch das Wasser, sondern durch Schmutzpartikel unter hartem Material – deshalb arbeiten wir mit Vorwäsche und weichem Waschhandschuh statt mit rotierenden Bürsten.